Assisi im Juni 2008 Wo Himmel und Erde sich berühren
Auf den Spuren großer Heiliger unterwegs sein, heißt auch der eigenen Seele wieder näher kommen. Heißt, das eigene Leben und Denken und Fühlen, das eigene Handeln in den Blick zu nehmen, vielleicht sogar dem Blick des „Himmels“ auszusetzen. Ein Wallfahrer sagt nach dem Besuch der Grabstätte des heiligen Franz: „als ich da vor dem Grab saß, hab ich dem Franz mein Leben gezeigt, ihm erzählt von mir – und er hat es angeschaut mit mir, mir zugehört – und er ist nicht erschrocken, obwohl manches heftig war in meinem Leben. Der heilige Fanz hat gelächelt und mir alles Gute gewünscht für mein weiteres Leben...“ Es ist ein Segen, sein Leben dem heiligen Franz, der Liebe entgegenstrecken zu dürfen und dann zu spüren, dass die Liebe das Leben bejaht. Einen jeden Menschen als Menschen bejaht. Die Liebe begegnet in Würde. Schützen - Wehren - Teilen - Heilen sind an den vier ganzen Wallfahrtstagen Thema, in den Morgen - und Abendandachten und in vielerlei Gesprächen. Am Mittwoch der Woche besuchen die Pilger die Papstaudienz. Für viele eine wundervolle Begegnung. Nach der Wallfahrt sind wir in allen Einrichtungen und Kliniken zum Nachgespräch, das ist gut so, denn durch die tiefen Erfahrungen dieser Tage, kann so manches in Bewegung kommen. Wo Himmel und Erde sich berühren - in Assisi ist es spürbar gewesen.
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